UBS Monaco muss wegen wiederholter Verstöße gegen die Geldwäschebestimmungen eine Geldstrafe von 6 Millionen Euro verhängen.

Illustration eines Bankgebäudes, Münzen, UBS-Banklogo mit der rot-weißen Flagge Monacos, die Strafen symbolisiert | complycube

Am 7. Mai 2026 verhängte die monegassische Finanzaufsichtsbehörde (Autorité Monégasque de Sécurité Financière, AMSF) gegen die UBS Monaco eine Geldbuße in Höhe von 6 Millionen Euro (1,7 Billionen US-Dollar) wegen Verstößen gegen die Geldwäschebekämpfungsvorschriften. Die UBS Monaco ist eine kleine Abteilung der UBS Group AG, einem der führenden globalen Finanzdienstleistungsunternehmen der Schweiz.

Wissenswertes: Der Name der Bank, UBS, leitet sich von ihrem historische Fusion zwischen der Union Bank of Switzerland und der Swiss Bank Corporation im Jahr 1998. Nach der Übernahme der Credit Suisse ist die UBS Group AG eine der größten Banken der Schweiz und dominiert den Bankensektor mit über 40% Marktanteil.

Was führte zur Geldstrafe für die UBS in Monaco?

Die AMSF ist die monegassische Zentralstelle für Finanzinformationen und überwacht die Einhaltung der Vorschriften zur Bekämpfung von Geldwäsche und Terrorismusfinanzierung. Im Zuge der Ermittlungen stellte die AMSF fest, dass die UBS Monaco gegen die Geldwäschebestimmungen des Landes verstoßen hat. 2018 bis 2023. Zu den Verstößen gehörten Mängel in Kunden-Due-Diligence (CDD) und die im Rahmen der monegassischen Rechtsvorschriften vorgeschriebenen laufenden Überwachungsprozesse.

Schlagzeile: UBS Monaco wegen Geldwäscheverstößen zu einer Geldstrafe von 6 Millionen Euro verurteilt. Das Bild zeigt das UBS-Gebäude und die Flagge von Monaco, die mit dem Artikel übereinstimmen.

UBS Monaco hat wiederholt gegen Compliance-Vorschriften verstoßen, unter anderem:

  • Schwache Grundlage für Vermögensbewertungen bei Hochrisikokunden
  • Versäumnis, die wirtschaftlich Berechtigten in komplexen Unternehmensstrukturen zu identifizieren und zu überprüfen
  • Unzureichende Überprüfung großer internationaler Geldtransfers in Hochrisikogebiete

Die Bank versäumte es zudem, Art und Zweck risikoreicher Finanztransaktionen zu dokumentieren. Dies betrifft insbesondere politisch exponierte Personen (PEP) mit engen Verbindungen zu staatlichen Stellen. Das war schockierend, da diese Lücke von Kriminellen leicht ausgenutzt werden kann, um illegale Gelder zu transferieren. 

Zu den bemerkenswerten Verstößen, die zu der Millionenstrafe führten, gehören:

  • Ermöglichung einer Transaktion im Wert von 6 Millionen Euro durch eine politisch exponierte Person ohne umfassende erweiterte Due-Diligence-Prüfung
  • Verzögerte Meldung verdächtiger Transaktionen um bis zu 253 Tage
  • Über 1.700.800.000 USD wurden von unzureichend verifizierten Immobilienfirmen in Saudi-Arabien und im Libanon überwiesen.
  • Ein neuer Kunde wurde auf Basis veralteter Dokumente und größtenteils unübersetztem Russisch betreut, was auf mangelnde Sorgfaltspflicht schließen lässt.

Monacos Aufnahme in die FATF-Graue Liste

Der Aufruf der AMSF war ein bedeutender Schritt zur Stärkung ihrer Rolle im Kampf gegen Geldwäsche und andere Finanzkriminalität. Dies ist besonders wichtig, da Monaco 2024 auf die graue Liste der Financial Action Task Force (FATF) und 2025 auf die Hochrisiko-Liste der Europäischen Kommission für Drittstaaten gesetzt wurde.

Wissenswertes: Die graue Liste wurde von der FATF nach 2007 erstmals formalisiert. Auf dieser Liste werden Länder geführt, die als gefährdet gelten. verstärkte Überwachung Aufgrund strategischer Mängel bei den Kontrollen zur Bekämpfung von Geldwäsche und Terrorismusfinanzierung. Zu den Ländern, die in den letzten Jahren auf die graue Liste gesetzt wurden, gehören Bolivien, Kuwait und Venezuela. 

Darüber hinaus stellte die AMSF fest, dass die UBS Monaco die erforderlichen Angaben zu Art und Zweck ihrer vielfältigen Geschäftsbeziehungen nicht liefern konnte, was auf systematische Mängel in ihrer internen Revision hinweist. Die Geldbuße in Höhe von 6 Millionen Euro hatte letztlich auch Reputationsschäden zur Folge, da die AMSF die Entscheidung bis zu fünf Jahre lang veröffentlichen wird.

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