Die US-Regulierungsbehörden haben gegen UBS Financial Services Inc. eine Rekordstrafe in Höhe von insgesamt 1,7 Milliarden US-Dollar verhängt. Die Durchsetzungsmaßnahme erfolgte, nachdem festgestellt wurde, dass UBS trotz vorheriger aufsichtsrechtlicher Maßnahmen gravierende Mängel im Bereich der Geldwäschebekämpfung (AML) nicht behoben hatte.
Am 3. August 2026 fand eine gemeinsame Aktion unter der Leitung des Financial Crimes Enforcement Network (FinCEN), der Securities and Exchange Commission (SEC), der Commodity Futures Trading Commission (CFTC) sowie der Financial Industry Regulatory Authority (FINRA) statt. Die Behörden verhängten die höchste jemals gegen einen Broker-Dealer verhängte Strafe wegen schwerwiegender Verstöße gegen den Bank Secrecy Act (BSA).
Die Geldwäschestrafe gegen UBS resultierte aus einer umfassenden Untersuchung ihrer Aktivitäten von Januar 2019 bis Juni 2023. Dies geschah lange nachdem UBS Financial Services sich verpflichtet hatte, ähnliche Probleme zu beheben, die bei einer früheren Durchsetzungsmaßnahme im Jahr 2018 festgestellt worden waren.
Warum haben US-Regulierungsbehörden UBS Financial Services mit einer Geldstrafe belegt?
Laut FINCEN hat UBS dies freiwillig getan. Sie gaben ihren Verstoß zu. des BSA. Sie versäumten es, ein umfassendes Programm zur Bekämpfung von Geldwäscherisiken aufzubauen und aufrechtzuerhalten. Darüber hinaus reichten sie Verdachtsmeldungen (SARs) nicht umgehend und fristgerecht ein. Mehrere US-Aufsichtsbehörden stellten erhebliche Verstöße gegen die Compliance-Vorschriften fest, darunter:

- Es wurde versäumt, über 50.000 Devisenüberweisungen mit einem Gesamtvolumen von über 1,7 Billionen PKR zu überwachen.
- Mangel an CKunden-Due-Diligence (CDD) für Hochrisikokunden, darunter beispielsweise Kunden mit Verbindungen zu Ländern mit höherem Risiko wie Russland und Lateinamerika.
- Die Vermögensquellen wurden nicht ordnungsgemäß geprüft und negative Medienberichte über risikoreichere Kunden nicht ausreichend berücksichtigt.
- Verspätete Meldung verschiedener verdächtiger Transaktionen, die den Strafverfolgungsbehörden hätten gemeldet werden müssen.
- Versäumnis, die bei der vorherigen Einigung im Jahr 2018 festgestellten Mängel bei der Bekämpfung von Geldwäsche zu beheben.
Infolgedessen forderte FinCEN von UBS Financial Services eine unabhängige Überprüfung ihres Geldwäschebekämpfungsprogramms. Dabei sollten alle verdächtigen Aktivitäten, die aufgrund mangelhafter Protokolle unentdeckt geblieben waren, rückwirkend geprüft und gemeldet werden.
Die größten Compliance-Verstöße der UBS Financial Services
Die wichtigere Botschaft der UBS-Geldwäschestrafe ist folgende: Sanierung Die unzureichenden Kontrollen und Systeme zur Bekämpfung von Geldwäsche (AML) wurden von FinCEN hervorgehoben. Besonders betont wurde, dass die UBS ein Wiederholungstäter sei. US-Regulierungsbehörden stellten noch Jahre nach dem ersten Vorfall gravierende Schwächen fest, trotz der Zusicherungen der UBS Financial Services, die Kontrollmechanismen zu verbessern. Dadurch konnten risikoreiche Aktivitäten unentdeckt bleiben.
Diese Durchsetzungsmaßnahme verdeutlicht die zunehmende Erwartung globaler und US-amerikanischer Aufsichtsbehörden, dass Finanzinstitute Schwachstellen in ihren Systemen aufdecken müssen. Sie verlangen zudem von den Unternehmen, nachzuweisen, wie ihre Sanierungsprogramme ordnungsgemäß implementiert, validiert und kontinuierlich überwacht werden.
Wichtigste Erkenntnisse zur Einhaltung der Vorschriften von UBS Financial Services
Aus diesem gemeinsamen Durchsetzungsverfahren gegen UBS Financial Services lassen sich viele wichtige Lehren für die Einhaltung von Vorschriften ziehen. Alle regulierten Unternehmen müssen die folgenden Erkenntnisse berücksichtigen:
- Die Sanierungsmaßnahmen müssen aufgezeigt werden: Regulatorische Verpflichtungen erfordern messbare Verbesserungen und nicht nur irgendeinen Umsetzungsplan.
- Die Überwachung erfordert kontinuierliche Optimierung: Veraltete Überwachungssysteme und mangelhafte Datenverarbeitung führen zu Lücken in den Compliance-Systemen.
- CDD ist eine fortlaufende Verpflichtung: Risikobewertungen müssen sich weiterentwickeln und an die Kundenaktivitäten sowie externe Risikoindikatoren anpassen.
- Gute Regierungsführung ist wichtig: Die AML-Prozesse müssen gründlich überwacht werden. Die Governance-Teams müssen alle geäußerten Bedenken umgehend weiterleiten.
- Wiederholte Verstöße führen zu strengeren Maßnahmen: US-Regulierungsbehörden erhöhen die Strafen, wenn Finanzinstitute wie UBS Financial Services frühere Probleme oder Schwächen nicht beheben.
Was geschieht als Nächstes?
UBS Financial Services muss eine unabhängige Prüfung durchführen und eine rückwirkende Überprüfung der historischen Transaktionen vornehmen. Die rückwirkende Überprüfung wird verdächtige Aktivitäten aufdecken, die bei der Überprüfung möglicherweise übersehen wurden., FinCEN kann bis zu 1,7 Milliarden US-Dollar der Strafe erlassen. Wenn UBS die notwendigen Maßnahmen ergreift und die Empfehlungen umsetzt. Wiederholte Schwächen im Bereich der Geldwäschebekämpfung ziehen genaue Kontrollen nach sich, insbesondere wenn frühere Abhilfeverpflichtungen nicht eingehalten wurden.

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