Die SFSA hat die Norion Bank mit einer Geldstrafe von 90 Millionen SEK belegt.

Die Norion Bank wurde von der SFSA wegen unzureichender Geldwäschebekämpfungsmaßnahmen mit einer Geldstrafe von 90 Millionen SEK belegt | complycube

Am 28. Mai 2026 verhängte die schwedische Finanzaufsichtsbehörde Finansinspektionen gegen die Norion Bank eine Geldbuße in Höhe von 90 Millionen SEK (ca. 17 Billionen SEK). Grund dafür waren mehrere Verstöße gegen die Geldwäschebekämpfungsvorschriften. Die schwedische Finanzaufsichtsbehörde (SFSA) stellte ihre Untersuchung der Geldwäschekontrollen der Norion Bank ein und erteilte ihr eine formelle Rüge sowie eine Verwaltungsstrafe.

Wissenswertes: Die Norion Bank hieß früher Collector Bank. Sie wurde 1999 gegründet und war zunächst ein Unternehmen für das Management notleidender Kredite. Später erhielt sie eine Banklizenz. Sie ist in den nordischen Ländern mit Niederlassungen in Schweden, Norwegen und Finnland vertreten.

Was führte zu der von der SFSA verhängten Geldstrafe gegen die Norion Bank?

Die Untersuchung der Norion Bank durch die schwedische Finanzaufsichtsbehörde (Finansinspektionen) begann im Mai 2023. Geprüft wurde, ob die Bank die schwedischen Vorschriften zur Bekämpfung von Geldwäsche und Terrorismusfinanzierung (AML/CTF) eingehalten hatte. Die Prüfung erstreckte sich vom 30. April 2023 bis zum 1. Mai 2023 und umfasste die Norion Bank sowie weitere Marktteilnehmer.

Viele der AML-Rahmenwerke von Norion wurden von der SFSA untersucht. Die Ermittler prüften im Rahmen ihrer Untersuchung die grundlegenden Kontrollmechanismen zur allgemeinen Risikobewertung und zu den Sorgfaltspflichten gegenüber Kunden (Customer Due Diligence, CDD). Dies bestimmt, wie Banken Kundenrisiken identifizieren, bewerten und weiter einstufen.

Die Norion Bank wurde von der SFSA wegen Fahrlässigkeit im Bereich der Geldwäschebekämpfung zu einer Geldstrafe von 90 Millionen SEK verurteilt | complycube

Die SFSA-Untersuchung der Norion Bank befasste sich mit bestimmten Risikokontrollen:

  • Abgeschwächte Standards zur Kundenidentifizierung (KYC).
  • Etwaige Prozesslücken bei der Kundenrisikobewertung
  • Unzureichende Sorgfaltspflichtverfahren und -richtlinien
  • Versäumnisse im Zusammenhang mit politisch exponierten Personen (PEP)
  • Schwache Kontrollmechanismen zur Identifizierung von Risiken im Zusammenhang mit PEP-Familienmitgliedern

Es ist wichtig festzuhalten, dass die Finanzaufsichtsbehörde dieses Geldwäscheproblem nicht als reine Formalität betrachtete. Die Aufsichtsbehörde war besorgt darüber, ob die Norion Bank über ausreichende Risikokontrollen für risikoreiche Firmenkunden verfügte. Dies ist von entscheidender Bedeutung, da Eigentümerstrukturen, Transaktionsaktivitäten und Geschäftszwecke einer genauen Prüfung bedürfen.

Schwedens verstärkte Bemühungen zur Durchsetzung der Geldwäschebestimmungen

Die britische Finanzaufsichtsbehörde Finansinspektionen hat Maßnahmen gegen die Norion Bank ergriffen. Traditionell entwickelt und überwacht die Behörde zahlreiche beaufsichtigte Unternehmen. Dies dient dem Schutz vor dem Missbrauch von Organisationen durch Kriminelle im Zusammenhang mit Geldwäschebekämpfung und Terrorismusfinanzierung. Darüber hinaus ist sie dafür verantwortlich, ob Unternehmen die vorgeschriebenen Verfahren und Protokolle zur Verhinderung von Finanzkriminalität einhalten.

Wissenswertes: Die schwedische Finanzaufsichtsbehörde Finansinspektionen entstand 1991 durch den Zusammenschluss der Banken- und Versicherungsaufsichtsbehörden. Heute beaufsichtigt sie Unternehmen in den Bereichen Bankwesen, Zahlungsverkehr, Versicherungen, Wertpapierhandel und anderen Bereichen des Finanzmarktes.

Bei der Bekämpfung von Finanzkriminalität in Schweden lässt sich jedoch ein übergeordnetes Muster erkennen. Die schwedische Finanzaufsichtsbehörde Finansinspektionen hat bereits mehrere Sanktionen im Zusammenhang mit Geldwäsche gegen verschiedene Finanzinstitute wie beispielsweise Klarna, Zimpler und die Svea Bank verhängt. 

Die Aufsichtsbehörden achten genau auf die Details der Risikobewertung, der Kundenprüfung und der Nachweisführung von Unternehmen bei Compliance-Entscheidungen. EU-Recht, schwedische Gesetzgebung und die Vorgaben der schwedischen Finanzaufsichtsbehörde (Finansinspektionen) bilden gemeinsam den Rahmen für die Bekämpfung von Geldwäsche in Schweden. Die beaufsichtigten Unternehmen müssen umfassende rechtliche Pflichten und regulatorische Anforderungen erfüllen, um das schwedische Finanzsystem vor Betrug und Missbrauch zu schützen.

Letztendlich hat die Geldstrafe finanzielle und reputationsbezogene Konsequenzen für die Norion Bank. Banken müssen ihre Geldwäschebekämpfungsprogramme risikobasiert, aktuell und in den Kundendateien transparent dokumentieren. Richtlinien allein reichen nicht aus, wenn eine Bank nicht nachweisen kann, wie sie ihre Risikoentscheidungen getroffen hat.

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